
Karate
Was bewirkt Karate?
1. Körperliche Disziplin
Karate trainiert
den ganzen Körper, macht ihn elastisch und stärkt die Muskeln. Die Muskeln und
die Glieder werden so hart trainiert, das sie praktisch
zu Waffen oder Abwehrschilden werden. Damit ist die Ursprünglichkeit, die hinter
diesen Übungen steht, ausgesprochen. Karate beinhaltet eine unübersehbare Anzahl
verschiedener Bewegungen mit sämtlichen Körperteilen, z.B. den Füßen und Händen,
den Armen und Beinen, aber auch mit dem Kopf, darüberhinaus noch differenzierter für die verschiedenen
Teile der Extremitäten. Alle möglichen und notwendigen Bewegungen z.B.
Körperdrehungen, Kreisbewegungen, Stoß- und Schlagbewegungen usw., sind im
Karate enthalten.
2.Geistige - Mentale Disziplin
Die ständigen Wiederholungen auch der
einfachsten Übungen erfordern eine starke Selbstdisziplin.
Viele Karateka scheitern an diesem
wichtigen Bestandteil des Karate. Wegen der immer wiederkehrenden Übungen,
einfach wirkender Bewegungen, geben viele Karateka auf. In Wirklichkeit sind diese Bewegungen
aber durchaus nicht einfach. 100 Tsukis (Fauststöße)
bleiben bei einem Anfänger über Jahre hinweg 100 verschiedene Tsukis. Erst nach beinahe jahrzentelangem intensiven Training
werden diese Tsukis perfekt und nahezu identisch.
Als Anfänger
kann man das nicht beurteilen. Das Ziel ist nicht nur, den Körper zu trainieren,
sondern es sollen auch die geistigen Dinge mit ausgebildet werden.
Wir brauchen
diese geistigen Fähigkeiten, um ein guter Karateka zu
werden, aber auch um ein guter zufriedener Mensch zu sein. In besonderem Maße
wird dies durch ständige Wiederholungen der Karateübungen erreicht.
Wiederholungen sind für den geistigen Zweck unentbehrlich.
Der Karateka braucht geistige Fähigkeiten, um sein Können an die
Menschen weiterzugeben und ihnen dadurch Frieden und Zufriedenheit zu bringen.
Menschen müssen
lernen, wie sie Schwierigkeiten, die sich ihnen immer wieder in den Weg stellen,
immer wieder überwinden können. Der Karateka lernt
dies dadurch, das er 100 oder 1000 mal und mehr die
gleiche Technik ausführt. Dazu benötigt er eine ganz bestimme Art der
Überwindung, um nicht aufzuhören oder nachzulassen. Kleine Details sind ständig
zu verbessern.
3. Sportlicher Aspekt
Um den Sieg zu
kämpfen, gehört zum Sport - auch beim Karate. In Japan begann man erst vor ca.
28 Jahren mit Wettkämpfen. Die Geschichte des Karate als Sport ist somit noch
sehr jung. In Europa ist der sportliche Aspekt des Karate sehr populär. Das
wichtigste Gebot beim sportlichen Karate:
keine Verletzungen verursachen, fair
sein.
Stöße müssen
kurz vor dem Ziel abgestoppt werden. Das ist sehr schwer, denn die
Wettkampfregeln sagen auch, dass nur Techniken, die K.O. potential haben,
gewertet werden. Dazu gehört Kraft, Schnelligkeit und Balance.
Das rechtzeitige
Abstoppen einer kraftvollen Technik ist ein wichtiger Bestandteil des Karate,
der unter anderem seine Kunst ausmacht. Zahlreiche Karate - Techniken sind im
Wettkampf verboten, z.B. Nukite u.a., weil sie schwer
abzustoppen und damit zu gefährlich sind.
4. Selbstverteidigung
Selbstverteidigung ist ein wichtiger Aspekt des
Karate, der Ursprung des Karate. Alle Disziplinen wurden zuerst zum Zwecke der
Selbstverteidigung erlernt. Dazu gehören Schlagen, Stoßen, Niederwerfen mit
allen möglichen Hand - und Fußtechniken.
Auch heute ist
die Selbstverteidigung wichtig und die meisten Leute möchten Karate nur deshalb
erlernen.
5. Gesundheit
Karate bezieht
alle Körperteile und alle Muskelgruppen mit ein. Es fördert daher die
Gesunderhaltung des ganzen Körpers.